geldanlage für kinder

Wie du dein Kind finanziell für die Zukunft absicherst

Warum du jetzt schon Geld für deine Kinder anlegen solltest

Zugegeben: Nach der Geburt eines Kindes gibt es andere Prioritäten als die richtige Geldanlage für Kinder zu finden. Wir mussten als frischgebackene Eltern auch erstmal mit unseren neuen Rollen klarkommen.

Doch je älter die Kinder sind, desto mehr steigen die Ausgaben; vom Führerschein über das Auslandsjahr bis hin zum Studium können dafür vier- bis fünf-stellige Beträge auf dich zu kommen.

Du kannst die Zeit nutzen, solange dein Kind noch klein ist, und jetzt schon Geld anlegen. Das hat folgende Vorteile:

  • Du reduzierst deine finanzielle Belastung für die Zukunft.

Statt später mehrere hundert Euro im Monat aufbringen zu müssen, kannst du jetzt mit kleineren monatlichen Beträgen anfangen und z.B. einen Teil des Kindergeldes nutzen.

  • Du kannst die Zeit und dein Geld für dich arbeiten lassen.

Je länger das Geld angelegt, desto mehr profitierst du vom Zinseszinseffekt.

  • Du senkst das Risiko deiner Geldanlage

Wie du wahrscheinlich schon weißt, können die Kurse an der Börse schwanken. Je länger du dein Geld investierst, desto unwahrscheinlicher werden Verluste.

  • Du kannst dein Kind finanziell weiterbilden

Wenn dein Kind schon etwas älter ist, kannst du es deine Geldanlage als Anlass nehmen, mit deinem Kind über Geld zu sprechen und es auch schon aktiv mit einbinden.

Rechtzeitig anfangen lohnt sich: Den Sparplan für meine Tochter haben wir zu ihrem ersten Geburtstag eingerichtet. Hätten wir schon ein Jahr früher – also direkt ab der Geburt – eine Sparrate von 200€ in einen breit gestreuten Welt-ETF investiert, wären rund 5.600€ mehr im Depot zum 18. Geburtstag meiner Tochter. Nutze also die Zeit und starte so früh wie möglich damit, Geld für dein Kind anzulegen.

Wieviel Geld du für deine Kinder anlegen solltest

Hierfür musst du dir Gedanken machen, welche konkreten Sparziele du für dein Kind hast. Ich habe dir mal ein paar Beispiele mitgebracht:

  • Ein Führerschein kostet laut ADAC mindestens 2.100 bis 4.000€
  • Die Erstausstattung einer eigenen Wohnung liegt bei 2.500 bis 3.000€

Außerdem kann es sein, dass du dein Kind während der Ausbildungszeit bzw. während des Studiums unterstützen musst. Eltern sind unterhaltspflichtig, bis das Kind die erste Ausbildung abgeschlossen hat!  Und das kann auch bedeuten: Bachelor mit anschließendem Master-Studium.

  • 930€ im Monat sind laut Düsseldorfer Tabelle der angemessene Unterhaltsbedarf für ein studierendes Kind, das nicht bei den Eltern oder einem Elternteil lebt.

Die Tabelle stellt zwar nur eine Richtlinie dar, deckt sich aber mit der Befragung* von Student*innen: Rund 840€ gaben diese für Lebenshaltungskosten (in 2021!) aus. Auch der Bafög-Höchstsatz liegt aktuell bei 934€. Natürlich wird ein Teil dieser Kosten über das Kindergeld abgedeckt, aber selbst dann bleibt noch ein Betrag rund 700€ im Monat übrig.

Gut zu wissen: Ob ein Kind Bafög-berechtigt ist, hängt von Einkommen der Eltern ab. Ab einem gemeinsamen Brutto-Einkommen der Eltern von 70.000€ im Jahr ist es eher unwahrscheinlich, dass dem Kind eine Förderung zu steht.

Die oben angegebenen Beispiele stellen die aktuellen Kosten dar! Diese können in den nächsten Jahren noch steigen bzw. sinkt mit der Zeit auch deine Kaufkraft. Wenn du also die Kosten kalkulieren willst, die erst in einigen Jahren anfallen, solltest du unbedingt die Inflation berücksichtigen!

Welche Geldanlage sich für Kinder eignet

Auch hier spielt die Zeit eine wichtige Rolle. Je nachdem, wieviel Zeit dir noch bleibt, dein Sparziel zu erreichen, eignen sich unterschiedliche Geldanlagen für Kinder. Ich stelle dir drei Möglichkeiten vor:

  • ETF-Sparplan

Wenn du das Geld in einen breit gestreuten Welt-ETF investieren willst, solltest du mindestens 10 Jahre Zeit mitbringen. Denn wie gesagt: Je länger du das Geld investierst, desto unwahrscheinlicher werden Verluste.

ETFs gehören zu den Geldanlagen mit höherem Risiko, bieten aber gleichzeitig auch die Chance auf höhere Renditen. Der MSCI World Index hat beispielsweise in letzten Jahren eine  durchschnittliche Rendite von rund 6 Prozent* erzielt (Kosten und Inflation sind dabei schon berücksichtigt). Wenn du mehr über das Investieren an der Börse wissen willst, schau doch mal in diesen Blog-Artikel.

  • Tagesgeld-Konto

Alternativ eignet sich für einen Anlagezeitraum unter 10 Jahren auch ein Tagesgeldkonto. Dort kannst du jeden Monat einen festen Betrag ansparen, bis du dein Sparziel erreicht hast.

Außerdem hast du jederzeit Zugriff auf das Geld. Bevor du ein Tagesgeld-Konto eröffnest, solltest du vorab gut recherchieren, wo du aktuell die besten Konditionen bekommst.

  • Festgeld-Konto

Ein Festgeldkonto eignet sich ebenfalls bei einem Anlagezeitraum unter 10 Jahren und besonders dann, wenn du bereits einen hohen Betrag zur Verfügung hast, diesen aber erst später benötigst. Das kann zum Beispiel Geld aus einer Abfindung, einem Erbe oder einer Schenkung sein.

Der Vorteil gegenüber dem Tagesgeld-Konto ist, dass die Konditionen etwas besser sind, du also mehr Zinsens für dein Geld bekommst. Allerdings ist das Geld dann auch für einen festen Zeitraum angelegt und du kannst nicht jederzeit darüber verfügen.

Gut zu wissen: Wenn du unterschiedliche Sparziele hast, kannst du die verschiedenen Möglichkeiten zur Geldanlage auch miteinander kombinieren! Zum Beispiel ein Tagesgeldkonto für den Führerschein nutzen und für die Ausbildung deines Kindes Geld im Depot anlegen.

Geldanlage für Kinder - auf welchem Namen?

Auch hier kommt es wieder darauf an, was du mit dem Geld bezweckst.

Gut zu wissen: Geld, das auf dem Namen deines Kindes angelegt ist, gehört deinem Kind. Mit der Volljährigkeit kann dein Kind darüber voll verfügen und auch vorher darfst du das Geld nur in seinem Sinne verwalten.

Wenn du also Geld ansparst, um deinem Kind später die Ausbildung oder das Studium und damit den Unterhalt zu finanzieren, solltest du das in deinem Namen tun.

Wenn du deinem Kind mit der Volljährigkeit einen bestimmten Betrag zur Verfügung stellen willst, spricht nichts dagegen, das Geld im Namen deines Kindes anzulegen.

Wir haben uns als Eltern für eine Kombination aus beiden Möglichkeiten entschieden. Für beide Kinder haben wir ein Junior-Depot in ihren Namen angelegt, die bis zu einem bestimmten Betrag bespart werden. Ab ihrem 18. Geburtstag können unsere Kinder dann entscheiden, wofür sie das Geld nutzen wollen und ob sie das Depot weiterführen möchten.

Das Geld, das wir nutzen möchten, um sie später während der Ausbildung zu unterstützen, legen wir in unserem eigenen Depot an.

Fazit: Wenn du jetzt schon startest mit der Geldanlage für deine Kinder, dann kannst du auch deine finanzielle Belastung für die Zukunft deutlich reduzieren!

alles liebe, maria

Weiterführende Links zum Blog-Artikel

* Durchschnittliche Rendite MSCI World Index unter Berücksichtigung der Inflation

** Die Studierendenbefragung in Deutschland

Disclaimer: Dieser Blog-Artikel stellt keine Anlage- oder Finanzberatung und keine Kaufempfehlung für Finanzprodukte dar!