news in 2024

Was sich in diesem Jahr finanziell für Eltern verändert

Wird in 2024 alles besser für Eltern? Jein! Es gibt einige positive Entwicklungen, aber auch einige Rückschritte. Was sich für Eltern ab diesem Jahr in Bezug auf die Finanzen ändert und was das für dich konkret bedeutet, liest du diesem Blog-Artikel.

News Nr. 1 - Elterngeld

Beim Elterngeld sinkt ab 1. April die Einkommensgrenze auf 200.000€. Eltern mit einem gemeinsamen, zu versteuernden Einkommen in dieser Höhe oder mehr gehen also in Zukunft leer aus bei der Elterngeld-Beantragung. Weiter noch wird die Einkommensgrenze in 2025 ebenfalls am 1. April auf 175.000 Euro sinken.

Außerdem gibt es eine Neu-Regelung beim Bezug des Elterngeldes. Ab 1. April ist es nicht mehr möglich, dass Elternpaare mehr als einen Monat gleichzeitig Elterngeld im ersten Lebensjahr des gemeinsamen Kindes beziehen. Damit will die Bundesregierung “zunehmenden Parallelbezug entgegenwirken, der mehr Partnerschaftlichkeit entgegenstehe”.

News Nr. 2 – Kinderkrankentage

Der Anspruch von Kinderkrankengeld sinkt von 30 auf 15 Tage pro Elternteil für jedes Kind. Alleinerziehende erhalten 30 Tage pro Kind. Das gilt für 2024 und 2025.

In der Regel bekommst du als Angestellte ein Kinderkrankengeld für jedes Kind unter 12 Jahren in Höhe von 90 Prozent des Netto-Gehaltes von der Krankenkasse erstattet. Einige Arbeitgeber übernehmen sogar die Lohnfortzahlung zu 100 Prozent selbst.

Gut zu wissen: Kinderkrankentage können vom Arbeitgeber des einen Elternteils auf den anderen Arbeitgeber übertragen werden, wenn dieser einverstanden ist und das andere Elternteil bereits den gesamten Anspruch auf Kinderkrankengeld erschöpft hat.

Ist das Kind bei einem Elternteil privat versichert, besteht kein Anspruch auf Kinderkrankengeld.

News Nr. 3 – Rentenversicherung

Hier folgen jetzt ein paar positive Nachrichten:  Die Beitragsbemessungsgrenze ist gestiegen auf 7.550 Euro im Monat (West) bzw. 7.450 Euro im Monat (Ost). Das kann sich positiv auf deinen Rentenanspruch bzw. auf die Kindererziehungszeiten auswirken.

Die Kindererziehungszeiten stehen dir nämlich nur bis zur Höhe eben dieser Grenze zu. Wenn du darüber mehr wissen möchtest, schau doch mal in diesen Blog-Artikel rein. Dort findest du auch konkrete Rechenbeispiele zur Beitragsbemessungsgrenze.

News Nr. 4 – Grundfreibetrag

Auch der Grundfreibetrag steigt, und zwar auf 11.604 Euro bzw. 23.208 Euro für verheiratete Paare. Das ist der Anteil vom Jahres-Einkommen, der zur Absicherung der Existenz dient und nicht versteuert werden muss. Das bedeutet: Als Paar dürft ihr im Jahr 23.208 Euro verdienen, ohne das dafür Einkommenssteuer berechnet wird.

News Nr. 5 – Kinderfreibetrag

Gleichzeitig steigt auch der Kinderfreibetrag auf 6.385 Euro. Dieser Betrag steht euch als Eltern pro Kind und pro Jahr zu und dieser dient ebenfalls der Existenzsicherung. Der Kinderfreibetrag wird –  genau wie der Freibetrag für Betreuungs, Erziehungs- und Ausbildungsbedarf – vom zu versteuernden Einkommen abgezogen und wirkt sich damit steuermindernd aus.

Das Kindergeld erfüllt übrigens den gleichen Zweck. Darum berechnet das Finanzamt im Rahmen der Steuererklärung automatisch, welche Variante für euch günstiger ist. Unter diesem Link zum Bundesministerium findest du einige hilfreiche Erklär-Videos, unter anderem zum Kinderfreibetrag.

Wie du siehst, gibt es in 2024 sowohl positive als auch negative News für Eltern.  Besonders die Änderungen rund ums Elterngeld werden meiner Meinung nach ihr Ziel zu mehr Partnerschaftlichkeit verfehlen.

Beide Maßnahmen schaffen keine Anreize dafür, dass mehr Väter überhaupt Elterngeld in Anspruch nehmen werden oder mehr als die zwei sehr oft üblichen Partnermonate. 

Aktuell nimmt über die Hälfte der Väter (56%) gar kein Elterngeld in Anspruch. Dafür werden vor allem finanzielle Gründe angegeben – und das besonders häufiger von Gutverdienern. Genau deswegen werden bei einer Senkung der Einkommensgrenze noch mehr Mütter in Elternzeit gehen werden.

Außerdem lenkt die Debatte um die Senkung der Einkommensgrenze lenkt davon ab, was in einer Petition zum Elterngeld gefordert wurde: Einen Inflationsausgleich für das Elterngeld, welches seit 16 Jahren (!) nicht angehoben wurde. Der aktuelle Mindestsatz beträgt nur 300€ im Monat und bleibt (leider) unverändert.

alles liebe, maria

Weiterführende Links zum Blog-Artikel

Neuerungen 2024 laut Finanzministerium

Statistik zum Bezug von Elterngeld (Väterreport)

Disclaimer: Dieser Artikel ersetzt keine Steuerberatung!

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