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Warum der Internationale Frauentag für Mütter so wichtig ist

Was ist der Weltfrauentag?

Seit über 100 Jahren wird der Weltfrauentag oder Internationale Frauentag gefeiert. In Berlin und Mecklenburg-Vorpommern ist der 8. März sogar ein gesetzlicher Feiertag.

Vielleicht ist „feiern“ in diesem Zusammenhang der falsche Begriff. Denn an diesem Tag geht es um nichts Geringeres als die Gleichberechtigung für Frauen, die wir selbst in Deutschland längst nicht erreicht haben.

Warum ist der Weltfrauentag für Mütter so wichtig?

Selbst bei gleicher Tätigkeit und Qualifikation verdienen Frauen im Schnitt weniger als Männer. Die sogenannte Gender Pay Gap liegt aktuell bei 6 Prozent Differenz zwischen dem durchschnittlichen Brutto-Stundenverdienst.

Und weil Frauen weniger verdienen, ist bei der Familien-Planung oft klar, dass sie die längere Elternzeit nehmen und im Anschluss in Teilzeit gehen, weil sich alles andere sich angeblich nicht rechnet. Das Ehegattensplitting benachteiligt Frauen dann noch zusätzlich.

Besonders Mütter erleben im Arbeitsleben und bis ins Alter hinein größere Chancen-Ungleichheit. Eben weil sie sich mehr um Hausarbeit, Care-Arbeit und die Familien-Organisation kümmern – und das meist unbezahlt. Und so eine finanzielle Abhängigkeit vom Partner entsteht.

Die Gender Lifetime Earnings Gap zeigt, dass Frauen im Laufe ihres Lebens im Durchschnitt rund halb so viel wie Männer ohne Kinder verdienen, wenn sie Mütter werden.

Werden Männer zu Vätern, passiert das Gegenteil: Sie verdienen bis zu 20 Prozent mehr als Männer ohne Kinder. Frauen mit Kindern werden finanziell abgestraft und Männer belohnt.

Die Schere zwischen Männern und Frauen geht bis ins Rentenalter so weit auseinander, dass Frauen mit etwa der Hälfte der Rente zurechtkommen müssen, die Männer im Schnitt erhalten.

Die Gender Pension Gap besagt, dass Frauen im Alter 49 Prozent weniger Einkommen zur Verfügung haben (zum Alterseinkommen zählen die gesetzliche Rentenversicherung sowie die zusätzliche betriebliche Alterssicherung oder private Alterssicherung).

Was sind die Gründe für fehlende Gleichberechtigung?

Die Wurzeln dafür liegen in den patriarchalen Strukturen unserer Gesellschaft: Frauen verdienen schon Berufsstart an weniger als Männer und haben schlechtere Aufstiegschancen.

Wenn es dann um die Familien-Planung geht, ist die Richtung klar vorgegeben. Solche Glaubenssätze wie „Ein Kind gehört zu seiner Mütter“ oder „Frauen können den Haushalt besser organisieren“ sind leider tief in unserer Gesellschaft verankert. Nimmt eine Frau nur kurze Zeit Elternzeit oder arbeitet trotz Kind(ern) in Vollzeit, ist sie schnell eine „Rabenmutter“.

Aber auch Väter sind genauso von den Strukturen betroffen: Ihnen wird nämlich die Rolle des Ernährers und Hautverdieners zugeschoben. Egal, ob sie sich selbst mit dieser identifizieren oder damit umgehen können.

Was können wir tun - abseits vom Weltfrauentag?

Wichtig ist eigentlich, dass alle gemeinsam an einem Strang ziehen und Gleichberechtigung fordern. Und das nicht nur am Weltfrauentag! Daran könnt ihr auch ganz individuell als Paar arbeiten, indem ihr zum Beispiel von Anfang an die Familien-Finanzen fair gestaltet. Wie das geht, zeige ich in diesem Blog-Artikel.

Dass der Internationale Frauentag mit zahlreichen Aktionen und als gesetzlicher Feiertag viel Aufmerksamkeit bekommt, finde ich gut. Trotzdem könnte insbesondere die Familien-Politik in Deutschland dafür sorgen, dass Frauen mehr Gleichberechtigung erfahren.

alles liebe, maria

Weiterführende Links zum Blog-Artikel

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